Validation nach Naomi Feil ist ist eine geniale Herangehensweise im Umgang mit alten, verwirrten Menschen.

Hier kommen 31 Demenz-Tipps.

Sie ergeben sich für mich aus dem Ansatz „Validation nach Naomi Feil“.

Du kannst diesen Beitrag in 3 Minuten überfliegen.

Oder in 15 Minuten gründlich lesen.

Egal, ob du also nur einen Gedankenanstoß willst oder Tiefgang:

Legen wir gleich los.

31 Demenz-Tipps nach Naomi Feil

#1: Leg den Rotstift weg

Oma sagt: „Wo ist denn meine Mutter?“
Aber du weißt: Omas Mutter ist schon längst tot.
Dann sage nicht: „Mutter ist nur kurz weg. Sie kommt gleich wieder.“
In der Hoffnung, dass Oma es gleich wieder vergessen hat.
Korrigiere sie nicht.
Lege den Rotstift weg.
Sage lieber: „Gell, Mama fehlt dir.“
Bestärke das Gefühl.
Ohne der Aussage zuzustimmen.
Denn es gilt auch:

#2: Lüge nicht

Bleibe authentisch. Ohne zu lügen.
Wenn die demente Person dir sagt, der Himmel ist grün.
Dann sage nicht: „Ja, der Himmel ist grün.“
Sondern vielleicht: „Genau, das Licht ist heute wirklich besonders.“

#3: Höre genau zu

Tauche in die Welt deines Gegenübers ein.
Sehe es als die Wirklichkeit des anderen Menschen.
Was bewegt diese Person?
Was geht in ihrer Welt vor?
Finde ihre Wirklichkeit heraus.

#4: Werde Forscher der Vergangenheit

Finde heraus, wie dein Gegenüber früher gelebt hat.
Was sie oder ihn bewegt.
Was früher anders war als heute.

#5: Mach es wie die Hebamme

Sei nicht der Historiker, der mit dem Geschichtsbuch neben Oma sitzt.
Lass sie von ihrer (!) Vergangenheit erzählen.
Du musst ja keine korrekte Geschichtschronik schreiben.
Es geht um ihre Wahrnehmung.
Um ihr Leben.
Sei eher eine Hebamme, die hilft, diese Wahrnehmung zur Welt zu bringen.
Sei weniger Gelehrter, der kritisch über die Brillenränder schielt und zur Oma sagt:
„In meinem Geschichtsbuch steht das aber anders!“
Probiere bei deinem Gegenüber die Vergangenheit zu erfragen.
Naomi Feil findet dafür sogar W-Fragen gut.

#6: Erkläre die Gefühle für gültig

Heitere Gesprächsrunde. Aber die demente Oma runzelt die Stirn.
Der Ehemann sagt seiner Frau etwas Liebes. Aber die Partnerin beschimpft ihn.
Die Frau mit Alzheimer ist bei der Beerdigung ihrer Schwester. Dort lacht sie…

Auch wenn der Gefühlsausdruck nicht zum Jetzt passt:
Die Gefühle sind gültig.
Im Leben der Person sind sie real.
Gestehe ihr das zu.
Das ist übrigens auch die Bedeutung des Begriffs „Validation“:
Gefühle und Wahrnehmung des Betroffenen „für gültig erklären“.

#7: Spiegle die Gefühle

Schaut dein Gegenüber dich glücklich an?
Dann erwidere diesen Blick.
Ist er traurig?
Fühle mit ihm.
Wenn die Oma zornig ist: Runzle deine Stirn.

Neben der Mimik gibt es noch andere Möglichkeiten, zu spiegeln:

  • Verwende auch die Schlüsselwörter, die dein Gegenüber benutzt. Sagt meine demente Oma immer wieder „draußen“, dann baue ich diesen Begriff in meine Sprache ein.
  • Ahme die Bewegungen nach, die dein Gegenüber macht. Zuckt der Schwager alle paar Sekunden mit den Schultern, dann zucke doch ebenfalls mit den Schultern.
  • Wichtig: Mache es so, dass es nicht wie plumpes Nachäffen aussieht. Du willst dich ja nicht lustig machen über dein Gegenüber. Sondern ihn ernst nehmen.
Spiegeln - beim Ansatz Validation nach Naomi Feil ist das eine wichtige Technik.

#8: Helfe beim Bewältigen

Naomi Feil hatte eine tiefere Sicht von Demenz.
Sie sagte, alte Menschen bewältigen in ihrer Verwirrung unerledigte Lebensaufgaben.
Menschen mit Demenz bearbeiten innere Konflikte.
Wenn das stimmt, gibt es natürlich eine tiefere Sicht auf den Umgang mit Demenz:
Dann nämlich geht es nicht nur darum, ohne Anstoß aneinander vorbei zu kommen.
Nicht nur darum, keinen Streit zu haben mit dem dementen Gegenüber.
Oder das Gegenüber ruhig zu stellen.
Nein, dann geht es darum ihn im Jetzt zu bestärken.
Und ihm damit zu helfen, sein mitgebrachtes Leben zu bewältigen.

#9: Glaube, dass es einen Grund gibt

Verhalten altersverwirrter Menschen hat einen Grund.
Laut Validation nach Naomi Feil die Bewältigung früherer Konflikte.
Doch selbst wenn du das anders siehst:
Vielleicht die Veränderungen im Gehirn als Grund siehst.
Du kannst besser mit Verhalten anderer Menschen umgehen, wenn du weißt:
Meine Frau mit Demenz macht das nicht aus Boshaftigkeit.
Sondern es gibt einen Grund dafür.

#10: Sei kein Polizist

Du brauchst keine Regeln durchzudrücken.
Schauen, dass der andere alles richtig macht.
Wächter über richtig und falsch sein.
Das Falsche anmahnen.
Wenn Frau Neubert den Kuchen vor sich in kleine Stücke zerteilt, statt ihn zu essen:
Sage ihr nicht, wie es gefälligst am Kaffeetisch zuzugehen hat.
Spreche sanft, langsam und mit ruhiger Stimme mit ihr.

#11: Berühre – aber richtig

Achte darauf, in welcher Phase der Demenz sich dein Gegenüber befindet.
Braucht er Nähe?
Oder eher Distanz?
Nehme das Bedüfnis ernst.
Gehe auf ihn ein.
Berührst du ihn, berühre behutsam.
Statt eines festen Händedrucks lege sanft die Hand auf die Schulter.

#12: Sei interessiert

„Interesse“ bedeutet „dazwischen sein“, „dabei sein“.
Das ist mehr als beobachten.
Sei dabei.
Nehme Anteil am Leben deines Gegenübers.
Sei aufmerksam.

#13: Stelle einfache Fragen

Einfach ist zum Beispiel:
„Möchtest du etwas trinken?“
Schwierig dagegen sind komplexe Fragen, die sich nach Ursache und Wirkung erkundigen. Beispielsweise: „Warum trinkt der Michel keinen Alkohol mehr?“
Validation nach Naomi Feil empfiehlt auch Fragen, die den Konflikten auf den Grund gehen.
Setze diese Fragen überlegt und dosiert ein.

#14: Setze nicht nur auf Worte

Beachte nonverbale Signale:
Es ist laut Validation ein Fehler, nur auf das zu hören, was mein Gegenüber sagt.
Auch spannend ist zu beobachten:
Was tut er dabei – und:
Ist sein Gesichtsausdruck angespannt oder entspannt?

#15: Gehe „in den Schuhen des anderen“

Naomi Feil wollte „in den Schuhen des anderen gehen“.
Ich soll mein Gegenüber also nicht in meine Schuhe zwingen.
Ihn nicht um jeden Preis in die Realität zurück holen.

Validation nach Naomi Feil - das wohl bekannteste Zitat dazu von ihr: "In den Schuhen des anderen gehen."

#16: Achte auf dich selbst

Validation tut auch denen gut, die Menschen mit Demenz betreuen.
Sie bewahrt vor Überforderung.
Zum Beispiel, weil sie dir hilft, dich selbst im gesamten Kontext einzuordnen.
Sie hilft dir, dich nicht zu wichtig zu nehmen.
Dich nicht als der zu sehen, der alles kann.
Zugleich aber zu merken:
Ich kann ganz schön viel auslösen.
Was ich tue, macht Sinn.
Und hilft.

#17: Beachte, in welcher Phase sich dein Gegenüber befindet

Es gibt laut Validation nach Naomi Feil 4 Phasen einer Demenz.
Diese heißen
1. Mangelhafte Orientierung
2. Zeitverwirrung
3. Sich wiederholende Bewegungen
4. Vegetieren

#18: Schnelle Tipps zur 1. Phase „Mangelhafte Orientierung“

  • Erkenne die Gefühle deines Gegenübers an.
  • Und zwar durch offene Fragen, wie „Wie geht es dir?“
  • Gefühle wie Scham und Verlustgefühle sollen anerkannt werden.

#19: Schnelle Tipps zur 2. Phase „Zeitverwirrung“

  • Schaffe Erinnerungen.
  • Gehe auf die Vergangenheit ein.
  • Hilf dadurch, Gefühle wie Liebe, Trauer oder Trennungsängste zu verarbeiten.

#20: Schnelle Tipps zur 3. Phase „Sich wiederholende Bewegungen“

  • Verstehe Bewegung als Ausdruck von Emotion.
  • Reagiere mit Musik, Berührung oder Blickkontakt darauf.
  • Stelle dadurch Kontakt her.

#21: Schnelle Tipps zur 4. Phase „Vegetieren“

  • Finde Zugang durch sanfte Berührung, Musik und Präsenz.
  • Befriedige grundlegende Bedürfnisse.
  • Erhalte dadurch die Würde.

#22: Begegne auf Augenhöhe

Oft gibt es einen Höhenunterschied.
Die demente Oma sitzt auf ihrem Stuhl.
Oder liegt im Bett.
Der gesunde Begleiter steht daneben.
Schaut von oben auf den „Kranken“ herab.
Bringe dich auf gleiche Höhe.
Setzt euch gemeinsam aufs Sofa.
Knie neben den Rollstuhl.
Oder setze dich auf die Bettkante.

#23: Wende den Ansatz bei den richtigen Menschen an

Validation nach Naomi Feil wurde für altersverwirrte Menschen entwickelt.
Menschen mit Demenz.
Wende diese Kommunikationstechnik anderen Menschen gegenüber mit Vorsicht an.
Im Zweifel probiere sie bei anderen Menschen lieber nicht aus.
Beispiel:
Menschen, mit Alkohol oder Drogen im Blut.
Wenn es gut läuft, verstehen sie nicht, was du willst, wenn du ihre Emotionen spiegelst.
Wenn es schlecht läuft, werden sie wütend…

#24: Glaube, dass es auch aufwärts gehen kann

Viele sagen:
Bei Demenz gehts immer bergab.
Naomi Feil verweist in ihrem Buch „Validation“ (S. 56) darauf:
Trotz organischer Gehirnschäden hat sich das Verhalten von 30 desorientierten, sehr alten Menschen innerhalb von 5 Jahren in vielen Aspekten verbessert.
Heißt:
Bei Demenz muss es nicht immer nur abwärts gehen.
Wenn ich gut mit den Betroffenen umgehe, kann sie das länger fit halten.
Und, wie Naomi Feil bewiesen hat:
Es kann sogar aufwärts gehen.

Wie wird man alt - das kann diese Treppe lehren. Stufe um Stufe.

#25: Die Antwort liegt in dir

Wie reagiert dein Körper? Abstand und Abwehrhaltung?
Was sagen deine Gefühle? Bist du wütend?
Höre auf dich selbst und achte auch auf dich selbst.
Es nützt niemandem, wenn du am Schluss ausgebrannt bist.

#26: Sei bei dir

In der Validation nach Naomi Feil ist die Rede vom „Zentrieren“.
Heißt:
– Tief ein- und ausatmen.
– Sich auf das Zentrum seines Körpers konzentrieren.
– Nur noch an seinen Atem denken.
Finde einen Weg, um ausgeglichen zu sein.
Ich selber bete gerne.
Auch das kann man im Takt der Atmung tun.
Zum Beispiel innerlich sagen:
„Gott trägt mich.“ (beim Einatmen)
„Ich lasse mich tragen.“ (beim Ausatmen)
Oder:
„Gott, sei bei mir.
Und bei Frau Maier.“

#27: Suche keine Zauberformel

Staunst du über die, die mit Validation demente Menschen gut abholen können.
Nehme die Worte und Handlungen von ihnen nicht wie eine Zauberformel.
Löse diese nicht aus dem Zusammenhang.
Sondern:
Versuche den Grund für die Worte oder Bewegungen zu verstehen.
Das System dahinter.
Das, was Validationsprofis anwenden ist eingebettet in

  • die eigenen Fähigkeiten und die eigene Wahrnehmung,
  • die Biographie des alten Menschen,
  • und kann zudem je nach Tagesverfassung anders sein.

Lerne also keine Sätze, Tricks oder Life Hacks auswendig.
Sondern verstehe das System.
Und wende es an.
Es kommt darauf an, im Jetzt gut zu reagieren.
Das heißt:

#28: Mache Fehler

Fehler sind erlaubt.
Mache sie.
Natürlich nicht absichtlich.
Aber wenn du sie machst:
Denke darüber nach.
Lerne daraus.
Und mache es nächstes Mal besser.

#29: Werde Spezialist

In diesem Beitrag spreche ich pauschal von „Demenz“.
Es gibt aber zig Formen dieser Krankheit.
Formen, die in mittleren Jahren auftreten.
Formen, die eine andere Krankheit auslöst.
Und, sehr häufig: Alzheimer.
Wenn du weißt, welche Form dein Angehöriger hat:
Werde Spezialist dieser Form.
Und nutze Validation so, dass sie zur Form der Demenz passt.

#30: Esse dich satt

Vergleichen wir es mit Essen:
Dieser Beitrag ist ein Schnellimbiss.
Schnelle Tipps.
Wenn du noch mehr über Validation in deinen Alltag einbauen willst, kannst du Folgendes tun:
1. Lese in den unten genannten Büchern über Validation nach Naomi Feil.
2. Besuche Vorträge und Kurse zum Thema.
3. Übe im Alltag. Immer wieder.

Fürs Erste kannst du auch hier weiter lesen:

#31: Weitere Übungsbeispiele zur Validation nach Naomi Feil

Validation Übungsbeispiele bei Demenz findest du in diesem Artikel.
Der Artikel will dabei helfen, 16 Situationen auf 48 Arten, genial zu meistern.

Bücher über Validation nach Naomi Feil

In welchen Büchern kann man ihre Methode nachlesen und gibts das auch auf deutsch?
Ihre Bücher im englischen Original heißen „Validation, The Feil Method“ (1982) und „The Validation Breakthrough“ (1993).
Auf Deutsch kann ich empfehlen:

  • Vicki de Klerk-Rubin: Mit dementen Menschen richtig umgehen. Validation für Angehörige.

(Vicki de Klerk-Rubin ist übrigens die Tochter von Naomi Feil.)

In diesen Büchern gibts sie im Originalton zu lesen: Validation nach Naomi Feil

9 schnelle Fakten zu Validation nach Naomi Feil

Wer war Naomi Feil?

1. Sie lebte von 1932-2023.
2 Sie wurde also 91 Jahre alt und starb an Weihnachten.
3. Sie war Sozialwissenschaftlerin.
4. Sie ist in München geboren, lebte später in den USA.
5. Sie wuchs in Cleveland auf.
6. Dort arbeiteten ihre Eltern in einem Altenheim und Feil hatte schon als Kind viel Kontakt zu älteren, verwirrten Menschen.
7. Sie arbeitete seit 1960 mit desorientierten Senioren
8. Sie entwickelte die Methode „Validation nach Naomi Feil“ in den 1970ern und gründete das Validation Training Institute (VTI).
9. Sie entwickelte diese Methode zwischen 1963 und 1980.

Und jetzt noch ein kleiner Bonus:
Manchmal kann man einen Ansatz dann besser verstehen:
Wenn man schaut, was ihn von anderen Herangehensweisen unterscheidet.

Daher zuletzt noch der Vergleich zwischen Validation nach Naomi Feil und einigen anderen Anstätzen der Demenzbegleitung.

Unterschiede: Validation nach Naomi Feil / Integrative Validation nach Nicole Richard

1. Naomi Feil war zuerst. Nicole Richard lebte nach ihr.

2. Naomi Feil geht davon aus, dass Menschen mit Demenz ungelöste Lebensaufgaben zu verarbeiten haben. Sie will sie dort abholen, damit diese Konflikte gelöst werden können. Nicole Richard schaut eher auf die Ressourcen der Betroffenen und was sie erleben und will ihr aktuelles Erleben stärken.

3. Naomi Feil verwendet Fragen und interpretiert Symbole, um den Betroffenen verstehen und ihn begleiten zu können. Nicole Richard setzt mehr auf die Kommunikation ohne Worte und richtet den Blick auf das aktuelle Erleben.

Unterschiede: Validation nach Naomi Feil / Realitätsorientierungstraining (ROT)

Geschichtlich betrachtet löste Validation nach Naomi Feil das Realitätsorientierungstraining (ROT) ab. Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Ansätzen?

  • Validation nach Naomi Feil kam geschichtlich nach dem ROT. Validation betonte: Es nützt nichts, Menschen mit Demenz aus ihrer Realität in deine Realität zurück ziehen zu wollen. Es kann sogar schaden.
  • Beim Realitätsorientierungstraining (ROT) ging es nämlich darum, dem Betroffenen unsere Realität zu vermitteln, indem man ihm Fakten weiter gibt. Auch heute noch findet dies Niederschlag in großen Kalendern und Uhren oder in Pflegeheimen durch übergroße Namen an den Zimmern der Bewohner. Oder durch Wegweiser in den Fluren. In frühen Phasen der Demenz kann dies dem Betroffenen sehr gut helfen.
  • Validation nach Naomi Feil dagegen akzeptiert die innere Erlebniswelt des Demenzkranken. Je weiter eine Demenz fortgeschritten ist, umso besser hilft die Validation im Vergleich zum ROT.

Unterschiede: Validation nach Naomi Feil / personenzentrierte Pflege nach Tom Kitwood

Personenzentrierte Pflege: Tom Kitwood geht es um die Person. Er fragt, welche Grundbedürfnisse diese hat. Dies können sein: Liebe, Bindung, Einbeziehung, Beschäftigung, Identität, Trost. Geht man auf diese Bedürfnisse ein, fühlt sich der Betroffene wohl.

Validation nach Naomi Feil: Hier geht es um altersverwirrte Menschen, die in einer anderen Realität leben. Es geht Naomi Feil darum, dem dementen Menschen im Jetzt zu begegnen. Also so, wie er sich jetzt gerade fühlt. Diese emotionalen Empfindungen sollen verstanden werden. Dann aber nicht korrigiert, sondern darauf eingegangen und gespiegelt werden.

Unterschiede: Validation nach Naomi Feil / Milleutherapie

– Millieutherapie gestaltet das Umfeld. Dadurch unterstützt es die Lebensgemeinschaft und will das Sozialverhalten trainieren.

– Validation nach Naomi Feil erkennt die subjektive Realität von Menschen mit Demenz an, bestätigt ihre Gefühle – und hilft, ungelöste Lebensaufgaben zu verarbeiten, statt sie zu korrigieren.

Möge es uns gelingen, in den Schuhen des dementen Menschen zu gehen, der uns anbefohlen worden ist.

Lass uns Omas Augen zum Leuchten bringen.

Dein Uli

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Über den Autor: Uli Zeller

(Der "BestZeller")

  • meine Bücher, mein Blog und meine E-Mails sollen Menschen mit Demenz und Angehörigen helfen, besser mit ihrer Situation umzugehen.
  • Papa von 2 tollen Mädels und verheiratet mit einer genialen Frau.
  • arbeitet seit 2008 im gleichen Pflegeheim.
  • ist Seelsorger, Autor und Krankenpfleger. 
  • schreibt auch als Reporter für den SÜDKURIER über Lokales.
  • hat 9 Hühner und 2 Gockel im Garten.

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