Wie wird man alt?
In diesem Beitrag sollen viele Menschen zu Wort kommen,
die über 100 Jahre alt sind.
Und zwar vor allem die Betroffenen.
Zum Schluss dann nochmal die Experten.
Was sagen sie zur Frage
„Wie wird man alt?“

Die Idee kam mir so:
Ich habe für unsere Lokalzeitung, den SÜDKURIER,
eine 100-Jährige interviewt.
„Wie wird man alt?“ war dabei nur eine von vielen Fragen.

Wie wird man alt, dazu äußerte sich unter anderem Leokadia Ritter
Fotograf: Helmut Groß.

Leokadia Ritter – so der Name der 100-Jährigen – ist inzwischen verstorben.
Ihr ist dieser Artikel gewidmet.

Darüber hinaus habe ich mit einigen Menschen gesprochen, die 100 Jahre oder älter sind.
Und ihre Aussagen ebenfalls hier festgehalten.
Die Frage „Wie wird man alt?“ hat mich dabei interessiert.

Außerdem habe ich Artikel und Bücher gelesen
über Menschen mit 100+ Jahren.

Du findest in diesem Beitrag also jeweils:
Zitate von Menschen mit 100+ Jahren, denen ich im echten Leben begegnet bin.
Links zu Berichten über Menschen, die die ähnliche Aussagen machen.
Gegliedert nach Themen.

Die Aussagen der Frau, die mich auf diese Idee gebracht hat, findest du ganz unten.
Sie hat quasi das Schlusswort.
Unten findest du die 12 Antworten der Experten als Checkliste.
Wie antworten sie auf die Frage „Wie wird man alt?“

Wie wird man alt? Stufe um Stufe geht es nach oben.


Mit Aktion und Achtsamkeit

„Wir sind jeden Tag zu Fuß in die Schule gelaufen.
Im Winter sind wir auf Skiern zur Kirche gefahren.
Wir mussten als Kinder immer auf dem Feld helfen.
Aber wenn es regnete, durften wir zuhause bleiben.
Schulferien hatten wir dann, wenn man Kartoffeln ernten musste.“
(Lina, 101, ist die Schwiegermutter einer ehemaligen Arbeitskollegin.)

Siehe ähnliche Aussagen aus der Presse bei Anna Bucher (108) und Matthias Becker (103).

Mit Bewegung und Blick aufs Positive

„Wir haben immer viel Gemüse gegessen.
Nein, Sport haben wir nicht gekannt.
Aber wir haben viel draußen gearbeitet und uns bewegt.

„Ich ärgere mich nicht über mein krankes Bein.
Ich freue mich, dass ich zwei gesunde Arme habe.“

„Es läuft so viel schlecht auf der Welt.
Darum habe ich irgendwann beschlossen, mir nur noch das Gute zu merken.“

„Mein Sohn ist behindert.
Aber er hat so viel Lebensfreude.“

„Irgendwann bist du so alt.
Da vergisst du das Schlechte.“

(Hanna, 104, hatte ebenfalls einen Termin beim Augenarzt und wir warteten zusammen 2 Stunden lang)


So sehen es auch Iñaxi Lasa (101) und Eva Schneider (100).

Mit Humor und Schaffensdrang

„Was. ich bin schon 104?
Dann frag ich mal den Bürgermeister, ob ich mehr Rente bekomme.“
(Frau Käfer, 104. Das erzählte mir eine Arbeitskollegin.)

Ähnlichen Schaffendrang legten 2 Senioren an den Tag, die mir zufällig begegnet sind, als ich Angehörige von ihnen in deren Zuhause für die Zeitung interviewt habe:
„Vergiss die Arbeit nicht. Sonst macht sie noch ein anderer.“ (Paula, 104)
„Hast du eigentlich schon ein Haus gebaut?“ (Peter, 103)

Leopold Kuchlawek war mit 100 Jahren noch als Schwimmlehrer aktiv.
Der Gutachter kam, um seinen Antrag auf eine Pflegestufe zu prüfen.
Er kam einen Tag zu früh.
Fand Kuchlawek, damals 98 Jahre alt:
Auf einer Leiter.
In der Krone eines Apfelbaums.
Mit einer Kettensäge in der Hand.
Kuchlawek dazu: „Ich schaffe halt gerne.“
Seine Geschichte steht in diesem Buch.

Mit halber Tablette und ganzem Einsatz

„Die Ärzte wissen auch nichts.
Besser heute ein Bier als morgen zwei Tabletten.
Ich habe Gärten gebaut.
Und auch heute interessiere ich mich noch für die Natur.“
(Paul, 104, hat das in einem Brief an seinen Enkel geschrieben. Dieser hat ihn mir in Auszügen vorgelesen.)

Capppuchino macht trotz Demenz Weihnachten schöner. Und auf die Frage "Wie wird man alt" hat eine Barista gute Antworten.
Mäßiger Kaffekonsum gilt übrigens als anregend. Zuviel Kaffee kann die kognitive Leistung im Alter negativ beeinflussen.

Anna Possi (100) hat nur die halbe Tablette genommen.
Die Barista aus Italien sagte dazu, man müsse dem Doktor nicht alles glauben…

Selbstbestimmt und engagiert durchs Leben zu gehen –
das zeichnet viele Menschen mit hohem Alter aus.

Mit harter Arbeit

„Meine Hände sind nie zur Ruhe gekommen.
Und ich sitze selten.
Es ist gut, etwas zu tun.
Das hält mich am Leben.“ (Sebasta, 101)

Johanna Rockstroh (102) hat gehungert, wurde vertrieben und musste neu anfangen.
Sie sagt, die Arbeit auf dem Bauernhof habe sie geprägt.
Dabei legte der Vater auch Wert darauf, dass sie nicht nur arbeitete.
Sondern betonte auch, dass seine Tochter die Hausaufgaben machen musste.
Denn man lernt für das Leben, so der Vater.

Mit guten Genen

„Trinke Wasser, aber auch Wein.
Machs wie die Alten sagen. Aber mach auch dein eigenes Ding.“ (Clara, 99)

Natürlich spielen auch die Gene eine Rolle.
Wenn auch eine viel geringere, als allgemein angenommen wird.
Im Zentrum steht der Lebensstil.
Immer wieder genannt wird ein bewusster Mix aus verantwortungsvollem Umgang mit den schönen Dingen des Lebens – und Lebensfreude.
Gutes Beispiel ist Joachim Hess (100).
Auch mit 100 Jahren ist er noch Senior-Chef der Firma Intertec und sagt, die richtige Dosis machts:
Die richtige Menge essen, nicht zu asketisch sein – und es auch mal richtig krachen lassen.

Mit Schlaf und Zielen

„Gut geschlafen ist halb gewonnen“ (Elisabeth, 101).
Sie hat es in der Leichtathletik als junges Mädchen mal fast bis zur Olympia geschafft.

Elisabeth Becker (101) schwenkte als Mädchen Papierfähnchen –
zum Geburtstag des Kaisers.
Sie bezeichnet sich als „richtiges Düsseldorfer Mädchen.“
Ansprüche an die Männer hat sie auch mit 101 noch.
Ansprüche müsse frau sich bewahren können, so Becker.
Wenn man eine Partnerschaft eingehe, müsse man daran arbeiten.
Man müsse sich anpassen, an sich arbeiten, betont sie.
Und wie wird man alt?
„Acht Stunden Schlaf in der Nacht und Ziele, für die man sich recken muss, die man aber doch erreichen kann.“
Von ihr und belegt von Studien kann man also lernen:
Schlaft gut, setzt euch Ziele – aber in kleinen Schritten.
Nicht alles auf einmal.
Aber so, dass ihr weiter kommt.

Mit Wille und Gebeten

„In der Bibel stehts und so hab ichs immer gesagt:
So Gott will und wir leben.
Ich will viel und oft gelingt es auch.
Aber ohne den Herrgott wäre das alles nichts.“ (Anna, 108)

Elisabeth Schmauch (103) war oft krank,
und ihr künstlerisches Talent wurde lange nicht entdeckt. Sie sagt:
Die Leute hätten über sie gesagt,
dass sie Krisen gut meistere.
Probleme überwinden habe deshalb geklappt, weil sie den lieben Gott bei sich hatte.
Von ihr kann ich mitnehmen:
Gottvertrauen und eigene Willenskraft gehören zusammen.
Nur mit Gottvertrauen setzt man keine Dinge um.
Und nur mit Willenskraft fehlt das tiefe Vertrauen, dass Gott mein Leben in der Hand hat.

Mit mehr Liebe – und weniger Fleisch

Elfriede „Elli“ Zakrynski (102) verließ mit 13 die Schule.
Um Geld zu verdienen, arbeitete sie als Konditoreiverkäuferin.
Sie legt wert darauf, dass man falsche Worte nicht einfach stehen lässt.
Wichtig sei, dass man hinterher um Entschuldigung bitten kann.
Sie betont:
Wir müssen mehr Liebe in diese Welt, unter die Leute, in die Gesellschaft bringen.“
Der Sinn des Lebens sei Liebe
.
Man solle auch weniger Fleisch essen.
Oder gar keines.
Denn die Massentierhaltung müsse aufhören.
Eine Bratwurst oder ein Hackbraten sei sicher nicht zu verachten.
Aber es stimmt:
Weniger ist mehr.
Und man freut sich mehr aufs Fleisch, wenn man es seltener isst.

Nach der Validation nach Naomi Feil kommt dem Schmecken eine zentrale Bedeutung zu, wie etwa hier die Grillwurst. Auf die Frage "Wie wird man alt" spielt Fleisch auch eine Rolle.

Mit Zigaretten und fettigem Essen

Es gibt auch Menschen, die sich so ganz anders verhalten, als man es vom Lebensstil eines Menschen erwartet, der 100 Jahre alt geworden ist.
Sie rauchen, trinken Alkohol und essen gerne Fett.
Beispiel Helen (Happy) Kahn, aus New York (108).
Sie räumt ein, sie habe habe 80 Jahre lang geraucht.
„Warum auch nicht.“

Oder einer, der da so seine eigene Sicht hat:
„Ich habe nur Bier getrunken.
Nichts stärkeres.
Keinen Wein.
Aber vom Bier dann schon auch mal ein paar.“

Und:

„Ich war immer ein Eigenbrödler.
Aber habe mich dennoch immer für Menschen interessiert.“ (Fred, 99)

Ähnlich Gertrud Siegmund (100).
Sie war 17, als sie anfing zu rauchen.
Erst mit 91 hörte sie auf.
Sie räumt auch ein, dass sie sich nie viel aus Vorsorge gemacht hat.
Und gern fettig gegessen hat.

Allzu asketisch braucht man dann also vielleicht doch nicht zu sein, um 100 zu werden…

Mit vielen kleinen und großen Menschen

Margret Verheyen (100) sagt, was sie am Leben halte, sei die Familie.
Sie erinnert sich an ihre liebevolle Mutter.
Auch jetzt im Alter kann sie noch sagen:
Täglich ruft einer an, kommt vorbei oder schreibt eine E-Mail.“
Lebenswille und Lebensfreude zeichnet viele 100-Jährige aus.
Die Tatsache, dass ihnen soziale Beziehungen immer wichtig waren.
Und wer sich um andere kümmert, scheint länger zu leben.

Ein langer Buchtitel – viele lange Leben: „Das kluge, lustige, gesunde, ungebremste, glückliche, sehr lange Leben.“ Einige Zitate aus diesem Beitrag stammen aus diesem Buch von Samiha Shafy & Klaus Brinkbäumer.

Mit Spaß an der Arbeit

Konstantine Becker (100), gebürtige Kölnerin, hat all ihre Freunde und Verwandten überlebt.
Sie habe viel gearbeitet im Leben.
Der Großvater sei krank gewesen.
Im Hotel sei sie Mädchen für alles gewesen.
„Aber es hat Spaß gemacht. Es war so lebendig.“
Senioren erzählen mir immer wieder, dass die Schulferien auf dem Land der Arbeit auf dem Feld angepasst wurden.
Wenn es viel Arbeit auf dem Hof gab, mussten die Kinder dort helfen.
Beispiel: Die Kartoffelferien Anfang Oktober.
Arbeit hatte also einen hohen Stellenwert.
Menschen, die sehr alt werden sind oft sehr gut in der Lage, sich Dinge anzueignen – und dazu zu lernen.
Und mit ihrem Wissen Probleme zu lösen.
Sie nehmen Herausforderungen an, obwohl sie dafür nicht ausgebildet sind und haben damit Erfolg.

Mit Großzügigkeit

Josef Höing (101) kann sehr hartnäckig sein, ist großzügig und lacht gerne.
Er hat viel gespart, und ist dabei großzügig:
Wenn Sie viel Geld haben und nichts damit anfangen können, müssen Sie etwas abgeben.“
Er habe selbst viel Schlechtes erlebt:
Im Alter half er anderen, denen es schlecht ging.
2005 gründete er deshalb die Josef-Höing-Stiftung.
Wer nicht zu knauserig ist und sich um sich selbst dreht, tut nicht nur anderen etwas Gutes.
Auch dem eigenen Wohlbefinden kann es gut tun, gerne zu geben.

Mit frischer Luft und ohne Süchte

„Ich war viel an der frischen Luft.
Bin viel im Meer geschwommen.
Habe viele Fische gefischt – und gegessen.“

„Was, geraucht? Nein, habe ich nie.
Alkohol? Nur bei besonderen Anlässen.“

(Felicidad, 101, aus den Philippinen, habe ich auf einer Reise kennengelernt.)

Ähnlich sagt es auch Hildegard Kinschert (103) aus Berlin.

Fachsimpeln über Wein - eine gute Beschäftigung für demenzkranke Männer. Und Sprüche über das Alter findet man auch viele zum Thema Wein
W wie „Weinfässer in der Toscana“

Mit Gymnastik und Abwechslung

Marta Arbeiter (100) ist mit 97 Jahren noch im Bodensee geschwommen.
Zum 100. Geburtstag erläutert sie:
Von meinem Badeanzug kann ich mich noch nicht trennen, wer weiss…
Sie wird als starke und bestimmte Persönlichkeit beschrieben:
Sie hat sich gern bewegt und viel gelesen.
Als Rezepte fürs alt weden nennt sie frische Luft und gesunde Ernährung.

Gerda Piasta (104) verlor als Kind ihren Vater,
lernte Schneiderin, betrieb einen eigenen Modesalon.
Sie arbeitete bis zu ihrem 70. Lebensjahr.
Im Ruhestand begann sie zu malen.
Jungen Menschen rät sie, sich „einen Beruf suchen und finden,
der einem Spaß macht.“
Aber auch Abwechslung außerhalb des Berufs,
Sport, Gymnastik und Schwimmen.
Und sucht euch Freunde!
Pflegt eure Freundschaften.
Ihr müsst euch auch einmal zurücknehmen können
und nicht immer recht haben wollen
.“
Abwechslung im Leben scheint zumindest nicht zu schaden.
Vielleicht trainiert Abwechslung auch das Gehirn und beugt einer Demenz vor.
Übrigens:
Du willst noch mehr darüber wissen, wie du Menschen mit Demenz fördern kannst.
Dann abonniere hier meine E-Mails:
Oma ist dement, aber nicht doof!

Mit Musik und Dankbarkeit

Magdalena Demarczyk (100) lebt in einem Pflegeheim in Amberg.
Und erklärt: „Ich liebe Musik.“
Sie kenne noch alle Lieder aus ihrer Kindheit.
Und wie wird man alt?
Beten und Danke sagen.
Dann wird man 100 Jahre alt.
Gottvertrauen, Gebet und Dankbarkeit wurde oft erwähnt.
Musik scheint aber auch zum Lebensglück beizutragen.
Früher gab es in jedem Dorf einen Chor.
Eine Tradition, die langsam einschläft.

Welche Rolle spielt Musik? In der Validation nach Naomi Feil spielt sie eine bedeutende Rolle, wie hier mit der Geige zu sehen. Auch bei der Frage "Wie wird man alt" spielt Musik eine Rolle.

Mit Wohlwollen zum Ehemann

Claudine Melins (103) aus Sardinien
erinnert sich an das ruhige Leben in ihrer Kindheit auf der Insel.
An ihren inzwischen verstorbenen Ehemann erinnert sie sich gerne und sagt:
Versuch die Fehler und Schwächen der Männer zu verstehen,
man kann ja damit fertig werden
.“
Eine Ehe, in der man zueinander hält,
wird auch immer wieder von alten Menschen genannt.
Auch Si Liberman kann auf eine 76-Jährige Ehe zurück blicken.
Er war Funkschütze bei der U.S. Army und später Redakteur.
Er überlebte schwere Krankheiten.
Als ersten wichtigen Punkt, warum er so alt geworden ist, nennt er:
Konzentration auf Beziehungen.“

Mit Gottvertrauen

Leokadia Ritter (100) aus Tengen im Kreis Konstanz hat mich ja auf die Idee zu diesem Beitrag gebracht. Mehr als die Hälfte ihres Leben hatte sie den Bürgermeister unseres gemeinsamen Wohnortes in der Familie. Zunächst war ihr Ehemann Bürgermeister – später der Schwiegersohn.

Im Zeitungsartikel, den ich über sie geschrieben habe, sagt sie:

  • Eine ihrer Schulkolleginnen wurde ebenfalls 100. Leokadia Ritter sagte zu ihr: „Wir können ja ein Klassentreffen machen.“
  • Wie wird man so alt? „Das kommt von selber.“ Sie habe nie drüber nachgedacht.
  • Über gemeinsames Leben in der Familie: „Wenn man miteinander haust, muss man miteinander zufrieden sein. Wenn man nicht zufrieden ist, ist alles nichts wert.
  • Und wie wird man alt? „Mit Gott fang an. Mit Gott hör auf. Das ist der schönste Lebenslauf“, nennt sie als Lebensmotto.
  • Zum technischen Fortschritt: „Am schönsten war, als warmes Wasser aus dem Hahn gekommen ist.“ (Zuvor, das hat sie mir erzählt, habe man zuerst Holz holen, dann Feuer machen und dann das Wasser in Töpfen erhitzen müssen.)
Ein Herd als Symbol für die Beschäftigung für demenzkranke Männer. Und bei der Frage "Wie wird man alt" spielt der Herd auch eine Rolle.
H wie Herd.

Mit Zufriedenheit und Kreuzworträtseln

Neben dem Interviews für die Zeitung habe ich mit Leokadia Ritter (100) mit einem Glas Sekt angestoßen. Und dabei sagte Leokadia Ritter noch folgendes:

  • Ich habe früher viel auf dem Feld gearbeitet. Dann habe ich keine Bewegung zusätzlich gebraucht. Heute mit 100 mache ich fast immer morgens Gymnastik im Bett.“
  • Das Beste am SÜDKURIER (unsere Lokalzeitung) ist am Samstag eine ganze Seite Kreuzworträtsel. Ich habe noch nicht mal mein Weckle gegessen – und habe schon den Kugelschreiber in der Hand.“
  • Und wie wird man alt? „Man muss zufrieden sein mit sich selbst.“
  • Wasser macht weise, fröhlich der Wein, drum trinke sie beide, um beides zu sein.“ (So heißt ein Sprichwort, das sie zitiert hat)
  • Und, jetzt noch ein Schnaps oder ein Glas Sekt? „Das erste Glas ist Medizin. Das zweite geht noch. Und mit dem dritten machst du kaputt, was du mit dem ersten gut gemacht hast.“
  • Gesundheit kommt woanders her. Aber zufrieden muss man selber sein. Das wünsch ich dir.
Fotograf: Helmut Groß.

Und die Experten sagen … (12 Punkte)


Die Deutsche Herzstifung beantwortet die Frage
„Wie wird man alt?“
mit folgenden Punkten:
1. Nicht rauchen,
2. Bewegung / Sport,
3. Entspannung,
4. angebotene Vorsorgeuntersuchungen nutzen,
5. Übergewicht meiden,
6. ausreichend schlafen,
7. Auf Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker achten – und überhaupt
8. gesunde Ernährung.
Zum Thema Ernährung empfiehlt das Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns die Mittelmeerdiät. Weiter empfiehlt das Institut,
9. nicht zu viel Alkohol zu trinken
10. Stress zu vermeiden.
Eine Studie aus dem Journal of Happiness Studies empfiehlt darüber hinaus noch,
11. soziale Kontakte zu pflegen.
Eine Studie der Harvard-Universität hat zudem herausgefunden, dass
12. Dankbarkeit vor allen Todesursachen zu schützen scheint.

Ich wünsche dir, dass du Omas Augen zum Leuchten bringen kannst.
Dein Uli

P.S.: Kadi hat mich auf die Idee gebracht, etwas über 100-Jährige zu schreiben. Ich hätte den Beitrag gerne noch fertig geschrieben und sie ihn lesen lassen, so lange sie noch gelebt hat. Habe es aber leider nicht geschafft. Danke an ihre Tochter Cilli und Schwiegersohn Helmut Groß für die Freigabe des Beitrags und die Fotos. Diese Offenheit ist nicht selbstverständlich.

P.P.S.: In der Serie „Jahrhundertleben“ kannst du weitere Menschen sehen und hören, die von ihren Erfahrungen in rund 100 Jahren Lebenszeit berichten. Auch die Frage „Wie wird man alt“ kommt darin vor.

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Über den Autor: Uli Zeller

(Der "BestZeller")

  • meine Bücher, mein Blog und meine E-Mails sollen Menschen mit Demenz und Angehörigen helfen, besser mit ihrer Situation umzugehen.
  • Papa von 2 tollen Mädels und verheiratet mit einer genialen Frau.
  • arbeitet seit 2008 im gleichen Pflegeheim.
  • ist Seelsorger, Autor und Krankenpfleger. 
  • schreibt auch als Reporter für den SÜDKURIER über Lokales.
  • hat 9 Hühner und 2 Gockel im Garten.

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