Umgang mit Demenz?
Hier findest du 50+ konkrete Tipps für Angehörige.
Viele davon: sofort umsetzbar.
Für einen besseren Umgang mit Demenz.
Der Wohnungsschlüssel von Hannas Mutter verschwand.
Sie hat den Geldbeutel verloren.
Beides fand Hanna schließlich im Backofen.
Hanna litt mit ihrer Mutter.
Schlief schlecht.
Grübelte.
Hatte immer ein schlechtes Gewissen.
Dachte: Wie wird das noch werden?

Mit der Zeit hat sie gelernt, wie der Umgang mit Demenz besser gelingen kann.
Jetzt erzählt sie:
„Ich konnte nichts an Mamas Zustand ändern.
Aber diese Dinge konnte ich tun:

1. Vorkehrungen treffen, damit meiner Mutter nichts passiert. Also zum Beispiel durch Gymnastik vorsorgen, dass sie sicher gehen kann und nicht stürzt.

2. Auf mich selber achten. Will heißen: Andere Menschen einbeziehen, die sich mit um meine Mutter kümmern.

3. Darauf achten, dass meine Mutter niemand anderem Schaden zufügen kann. Beispiel: Nicht mehr Mama, sondern die Tochter richtet und gibt Papas Tabletten.

Ein Notrufknopf, den betagte Personen am Arm tragen können. So kann trotz Demenz Weihnachten sicher gefeiert werden. Zuhause oder im Heim. Macht den Umgang mit  Demenz besser.
Ein Notrufknopf am Armband kann Sicherheit geben.

Du suchst Ideen für den Umgang mit Demenz?
Diesen Text mit 50+ Tipps kannst du in einer Viertelstunde lesen.
Du kannst ihn auch schneller überfliegen.
Oder nur eine Sache herausnehmen.
Wichtiger als die Lesezeit:
Setze am besten gleich eine Sache um.
Für einen besseren Umgang mit Demenz.

Setze dir auch ein Lesezeichen zu diesem Artikel.
Dann kannst du morgen eine weitere Idee suchen und umsetzen.

Los gehts.

Einer der 50+Wege bringt euch heute bestimmt weiter:

Kommunikation: So redest du dir den Mund nicht fusselig und zeigst Wertschätzung

Dein Angehöriger scheint in einer ganz anderen Welt zu leben als du.
Er lebt in einer anderen Zeit, erkennt dich nicht – oder nimmt Dinge anders wahr.
So kannst du besser damit umgehen:

1. Lass dich auf die Welt deines dementen Gegenübers ein

Was ist der erste spontane Impuls, wenn jemand sich irrt? Richtig, man will ihn korrigieren. Dagegen wehrt sich Pflegedienstleiter Jim Ayag. Genau das Gegenteil sei richtig, betont der Pfleger, der Tik-Tok nutzt, um auf die Situation der Senioren in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Du musst seine Lebenswelt bestätigen. Wenn er umherwandern will und sich nicht setzen will: Sorge für eine sichere Umgebung. Und lass ihn laufen. Korrigiere das Umfeld. Nicht den Betroffenen. In seinem Buch „Das Herz kennt keine Demenz“ erzählt der Altenpfleger von „Frau Tippelkamp“, die für viele andere Menschen mit Demenz steht. Nicht korrigieren und sich auf die Welt von Frau Tippelkamp einlassen kann ein guter Schlüssel für den Umgang mit Demenz werden.

2. Sprich kurz, klar, deutlich – mit Betonung auf warmherzigen Botschaften

Schlecht wäre, zu sagen: „Hallo Oma, ich komme gerade von der Apotheke und habe die Frau Hansen getroffen, von der der Sohn mit dem Jens in der Schule war und die hat mir erzählt, dass im Schuhladen eingebrochen und die Kasse geplündert wurde. Die Menschen werden auch immer dreister.“

Verwende kurze Sätze.
So kurz wie diese.
Gutes Beispiel:
„Guten Morgen, Oma.
Es ist schön bei dir.
Ich bin gerne bei dir.“

3. Ich sehe dich – und das darfst du merken

Ein Blick in die Augen. Und das im richtigen Maß. Nicht in die Augen starren. Den Blick wieder abwenden, wenn es zu lange ist. Aber auch nicht dem Augenblick ausweichen. Dem Gegenüber damit zeigen: Ich sehe dich. Ich nehme dich wahr. Du bist mir wichtig.

4. Soll man Fragen stellen oder nicht?

Es gibt verschiedene Ansichten, wie man mit Fragen bei Menschen mit Demenz umgehen kann.
In meinem 7-Tage-E-Mail-Kurs „Oma ist dement – aber nicht doof“ gehe ich genauer darauf ein.
Da stelle ich zwei verschiedene Meinungen zum Thema Fragen gegenüber. Und welche Position ich dazwischen gefunden habe.
Hier schonmal so viel: Wenn du Fragen stellst, dann stelle Fragen, die dein Gegenüber gut beantworten kann.
Fragen, auf die man mit „ja“ oder „nein“ antworten kann.

Rot, gelb, grün: Eine Ampel für Fragen… (klick hier, dann erfährst du mehr!)
  • Rot (schlecht): „Was willst du trinken?“
  • Gelb (besser): „Willst du Wasser oder Saft?“
  • Grün (verständlich). „Willst du Wasser?“ „Nein.“ Willst du Saft?“ „Ja.“

5. Augenbrauen hoch, Stirn runzeln, Schulter zucken

Worte kommen aus dem Mund. Aber fast noch wichtiger ist, wie wir uns dabei bewegen. Und was unser Gesicht sagt. Setze die Bewegungen deiner Arme und das Lächeln deines Gesichtes bewusst ein. Und verstärke dadurch deine Worte. Wenn du „nein“ sagst, schüttle mit dem Kopf. Und wenn du etwas nicht weißt, zucke mit den Schultern.

Du musst es natürlich nicht übertreiben. Aber wenn die Worte nicht ankommen oder verstanden werden, versuche doch einmal mit Mimik und Gestik zu unterstreichen.

6. Pack den Zeigefinger weg

Du weißt, wie es richtig laufen müsste. Was man tut und was man nicht tut. Und es ist leicht, deinem Gegenüber zu sagen, was er falsch macht: „Warum stellst du den Mixer in den Kühlschrank?“
Aber schaffst du es auch, ihm das nicht unter die Nase zu reiben? Denn das was für dich „falsch“ ist, das ist in seiner Welt vielleicht richtig. Oder er versteht es nicht besser. Zurechtweisungen führen zu Diskussionen.
Und diese enden bei Demenz zu 99 Prozent mit Frust. Da die Argumente nicht bis zum Ende ausgetauscht und verstanden werden können. Also pack den ermahnenden Zeigefinger lieber weg.

7. Anschuldigungen nicht persönlich nehmen

Dein Gegenüber beschuldigt dich? Du sollst sein Geld geklaut haben. Du seist schuld daran, dass er erkältet ist. Du hättest ihn angelogen. Nimm das nicht persönlich. Das ist ein Deutungsversuch der Wirklichkeit. Die Wirklichkeit, die dein Gegenüber wahrnimmt, weicht von deiner Wirklichkeit ab. Und der Versuch, diese zu deuten, ist nochmal anders. Sage dir also: Nein, es gilt nicht mir persönlich. Es hat nichts mit mir als Mensch zu tun.

8. Keine „kuscheligen Söckchen für das Omilein“

Senioren haben ein ganzes Leben voller Erfahrungen hinter sich. Es ist meist nicht angemessen, verniedlichende Babysprache zu verwenden: Oma ist nicht Omilein. Sie ist lebenserfahren, weise und eine Persönlichkeit. Auch wenn sie Dinge vergessen hat. Denn es gibt auch eine Weisheit, die trotz Demenz bleibt. Verniedlichungen kommen meist so rüber, wie wenn du Oma nicht ernst nehmen würdest. Verzichte besser darauf, mit hoher Stimme und übertrieben deutlich zu sprechen. Deutlich darfst du aber dennoch sprechen:

9. Deutlich und tief sprechen

Eine tiefere Stimmlage wird meist besser verstanden als eine schrille Stimme. Du musst meist nicht mal besonders laut sprechen. Besser als laut zu sprechen ist: Spreche deutlich. Suche dir einen Platz gegenüber dem Menschen, mit dem du sprichst. So, dass er auf deinen Mund schauen kann.

10. Geräusche: ja, aber richtig dosiert

Alle Kommunikationsregeln versagen. Dann, wenn der Lärm in der Umgebung zu laut ist. Durch das Fenster kommt Verkehrslärm. Der Radio dudelt. Und der Fernseher flimmert vor sich hin. Schalte diese Ablenkungen aus.

Es muss aber keine klösterliche Stille herrschen. Denn es gibt auch Geräusche, die zum Arbeiten motivieren. Zum Beispiel kann man die demente Oma in die Küche setzen. Oder sogar ihr Pflegebett in die Küche stellen. Das Klappern von Geschirr, das Blubbern des Wassers und das Kartoffelschäl-Geräusch beruhigt und nimmt mit hinein in den Alltag.

Als Symbolbild für den Umgang mit Demenz ein Radio: Früher hat man es per Zufall vielleicht mal im Radio gehört. Heute findet man so manchen Demenz Podcast im Internet.

11. Mache Demenz zum Thema

Ein Demenzcafé in meinem Nachbardorf. Die Betreiberin erzählt mir: „Zwei Paare haben sich da getroffen, die Tür an Tür wohnten. Und sie wussten nicht, dass es an der anderen Seite der Wand die gleichen Probleme gibt.“
Vom einen Paar war der Ehemann dement, bei den Nachbarn die Frau. Sie konnten sich fortan unterstützen. Weil Demenz Thema in ihrem Leben war. Wer Orte besucht, an denen Demenz Thema ist, kann dabei nicht nur dazu lernen. Sondern sich auch mit anderen Menschen vernetzten, die sich gegenseitig weiterbringen können. Solche Orte können neben Demenzcafes sein: Selbsthilfegruppen, soziale Netzwerke zum Thema Demenz.

Mit „Reden über Demenz“ meine ich nicht… (klick hier, dann erfährst du mehr!)
  • Rede nicht dauernd mit deinem Angehörigen über seine Krankheit.
  • Rede nicht mit Dritten über die Demenz deines Angehörigen, während dein Angehöriger neben dir steht.
  • Solltest du dochmal im Beisein deines Angehörigen über Demenz sprechen müssen: Hebe hervor, dass dir dein Gegenüber wertvoll ist und bleibt. Und dass du zuversichtlich bleibst – auch wenn die Umstände schwierig sind.

12. E-Mail-Kurs „Oma ist dement – aber nicht doof!“

Vielleicht gefällt dir der Stil meines Blogs?
Dann habe ich hier noch was für dich:
Trage dich gerne hier ein, wenn du öfter Mails von mir erhalten möchtest:
Oma ist dement – aber nicht doof!
Hier bekommst du kostenlos 7 E-Mails, die euer Leben besser machen.
Vieles davon soll dir helfen, mit Menschen mit Demenz besser zu kommunizieren.
Darum gehts im Kurs:

1. Diese kleinen Helfer können Großes bewirken.
2. Diese Methode macht gute Laune und verbessert die Gedächtnisleistung.
3. Diese Technik kurbelt Worte an und weckt Erinnerungen.
4. Diese Herangehensweise hilft, dass es aufwärts geht.
5. Diese Erfahrung macht euer Leben besser.
6. Dieser Versuch wird dir helfen, dein dementes Gegenüber sofort wertzuschätzen.
7. Dieser Ansatz gibt deinem Gegenüber den Raum, der ihm gut tut.

Hier gehts zum kostenlosen 7-Tage-E-Mail-Kurs
Oma ist dement – aber nicht doof.

Ruhe bewahren im Umgang mit Demenz: So drehst du nicht so schnell durch

Umgang mit Demenz fordert heraus.
Den betroffenen Patienten.
Und sein Umfeld.
Was kann ich tun, wenn mein Gegenüber zornig wird?
Oder handgreiflich.

Zunächst, das was du auch bei einem Unfall tust: Ruhe bewahren, Unfallstelle absichern, Hilfe holen.
Was meine ich damit?

13. Bewahre Ruhe

Drei Beispiele – das kannst du schnell tun, ohne den Raum zu verlassen:

– Zähle leise langsam von 1-10 und sage nichts.
– Schaue aus dem Fenster. Zähle alle Blätter, Äste oder Autos, die du siehst.
– Spreche ein Stoßgebet. Zum Beispiel: „O Gott, hilf mir.“

14. Mache das Umfeld sicher

– Lass deinen Blick durch den Raum schweifen: Tabletten? Messer, geöffnete Fenster? brennende Kerzen? heiße Herdplatte?
– Entferne alles, womit dein Gegenüber sich oder andere verletzen kann.
– Nun hast du Zeit und Raum gewonnen, um in Ruhe die Situation zu verbessern.

15. Kümmere dich nochmal um dich

Nachdem Oma nun nichts mehr passieren kann, halte nochmal kurz inne:

– Gehe vor die Tür und atme tief durch.
– Sage mindestens 10x im Takt deiner Ein- und Ausatmung: „Ich schaffe das – alles wird gut.“
– Oder bete mindestens 10x im Takt deiner Ein- und Ausatmung „Gott trägt mich – ich lasse mich tragen.“

16. Hole dir schnelle Hilfe

Schnelle Hilfe für die aktuelle Situation ist gut. Vielleicht hast du einen Sohn oder Nachbarn in der Nähe, der eure Situation kennt. Manchmal hilft es ja schon, wenn jemand 20 Minuten Zeit mit deinem Angehörigen verbringt. Und du in dieser Zeit draußen einen Blumenstrauß pflücken kannst.

17. Mache dir bewusst: Es ist nicht persönlich gemeint

Die Situation hat dich / dein Gegenüber überfordert:
– Ihr wolltet euch nicht gegenseitig das Leben schwer machen.
– Dein Gegenüber wusste nicht weiter. Er war vielleicht wütend darüber, dass er sein Leben nicht mehr im Griff hat. Die Wut ging in die Stimme, die Arme und die Beine.
– Du wolltest auch alles gut machen. Du hast auch dein eigenes Leben und deine eigenen Bedürfnisse. Ist es da ein Wunder, wenn man mal überreagiert?

Und hier findest du noch 3 Punkte, die dir langfristig helfen (klick hier, dann erfährst du mehr!)

A. Sorge dafür, dass du ausgeglichen wirst

Eigne dir ein paar Übungen für zwischendurch an – damit du langfristig entspannt bist.

– Nehme ein Blatt und einen Stift und schreibe dir alles von der Seele, was dich belastet.
– Schreibe 10 Dinge auf, für die du jetzt gerade dankbar bist.
– Schreibe 10 Dinge auf, die die Situation jetzt schlimmer machen würden – die aber nicht passiert sind.

B. Spüre und akzeptiere deine Grenzen und hole dir langfristige Hilfe

„Meine Mutter hat früher für mich gesorgt. Darum muss ich mich jetzt auch in ihrer Demenz um sie kümmern“, seufzt die pflegende Tochter. Das mag stimmen, aber es gibt Grenzen. Dann etwa, wenn diejenige, die pflegt, dadurch selbst krank wird. Schau dir mit deinem Angehörigen doch mal verschiedene Angebote an:
Demenz-WG, stationäre Einrichtung, betreutes Wohnen. Es gibt auch Pflegeheime, in denen Menschen wieder aufblühen, weil sie wieder soziale Kontakte haben. Gehe als pflegender Angehöriger nicht über deine Grenzen hinaus.

C. Baue dein eigenes Dorf

Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen, sagt man in Afrika. Und ich ergänze: Es braucht auch ein ganzes Dorf, um einen Menschen mit Demenz gut zu betreuen. Einige Ideen:

– Schließe dich einer Gruppe von Angehörigen von Menschen mit Demenz an. Du kannst in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe suchen oder auch online an einer Gruppe teilnehmen.
– Schreibe einen Brief oder eine Karte an einen Freund, um den Kontakt wieder aufleben zu lassen. Das tut dir gut, lenkt dich ab und bringt dich auf neue Ideen.
– Rufe jemanden an. Genieße es, in ein anderes Leben einzutauchen. Und vielleicht bringt es dich ja auch im Umgang mit Demenz weiter.
Auch Haushaltshilfen und Pflegerinnen können die Situation langfristig entspannen.

F wie Freunde. Sprüche über das Alter drehen sich auch um Freundschaft. Und der Umgang mit Demenz wird mit Freunden besser.
F wie Familie und Freunde. Ein soziales Netzwerk hilft zu einem besseren Umgang mit Demenz.

18. Vergesse den Humor nicht

Demenz und Humor passen sehr gut zusammen. Denn Humor gibt dem Leben ein bisschen von der Leichtigkeit zurück, die die Demenz nimmt. Dass man dabei nicht über Menschen mit Demenz lachen sollte, ist klar. Besser ist, mit ihnen zu lachen. Hier findest du 20 Episoden, die zeigen, wie charmant man mit Demenz umgehen kann: Humor und Demenz.

Hier findest du 52 Tipps, die du sofort umsetzten kannst: „Was hilft bei Demenz?“

Klassiker zum Umgang mit Demenz

Hier geht es um verschiedene Ansätze zum Umgang mit Demenz. Alle davon kann man therapeutisch und sehr professionell anbieten. Viele davon aber auch ganz einfach und niedrigschwellig in den Alltag einbauen. Gartentherapie beispielsweise folgt einem gesamten, durchdachten Konzept. Aber man kann sich ja auch einfach mal so im Alltag an einer Blume freuen. Ohne Konzept.

19. Biografiearbeit

Hier sollen Erinnerungen geweckt werden. Durch Fotos, Geschichten, Musik oder Gerüche. Erinnerungen verbessern die Stimmung und können zum Reden anregen. Aus diesem Grund ist es wertvoll, wenn man als Betreuender Stationen aus dem Leben des Betroffenen kennt.
In frühen Phasen der Demenz kann der Betroffene noch aus seiner Biographie erzählen. Im weiteren Verlauf kann es helfen, wenn derjenige, der ihn betreut, ihn an Bilder oder Situationen aus seinem Leben erinnert.
Natürlich sollten positive Erinnerungen verwendet werden. Sehr eindrücklich erlebt habe ich das bei Emilie – mit Geschichten aus ihrem Leben.

Musik und Lieder verbessern den Umgang mit Demenz.

20. Singt ein Lied!

Von der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft und der Bundesinitiative Musik & Demenz gibt es eine hilfreiche Broschüre, in der es darum geht, wie Angehörige zu Hause Musik einsetzen können. Sei es das Hören (Radio, Fernsehen, Schallplatten, CD, online), das gemeinsame Singen, das Spielen von Instrumenten, Bewegung und Tanz.
Es gibt sogar ein Forschungsprojekt, das die Wirkung von Musik auf Demenz untersucht.

Auch Angehörigen tut Musik gut. Und wie viele der hier genannten Therapien (Gymnastik, Gedächtnistraining, Tanz) kann Musik eine Demenz nicht nur lindern – sondern ihr auch vorbeugen.

Das sagt Pippi Langstrumpf über Musik (-: (klick hier, dann erfährst du mehr!)


Klar, es gibt sehr professionelle Musiktherapeuten.
Hier will ich aber daran erinnern:
Mit Musik kannst du auch im Alltag schnell etwas bewirken.
Im Film „Außer Rand und Band“ sagte Annika:
„Ich habe aber Angst.“
Worauf Pippi Langstrumpf antwortete:
„Halt den Mund und sing ein Lied.“
Tatsächlich nimmt Musik die Angst, regt die Sinne und das Gehirn an.
Man muss nur dran denken, sie bewusst im Alltag einzusetzen – und hat ein wundervolles Hilfsmittel.
Menschen mit Demenz können bei Kirchenliedern oft noch mehr Strophen mitsingen als Pfarrer und Diakon zusammen.
Und bei Schlagern und Volksliedern singen sie noch weiter, wenn die Musiker mit ihren Kenntnissen am Ende sind.

21. Realitätsorientierung

Vor allem bei einer beginnenden Demenz kann es helfen, Betroffenen Orientierungshilfen zu geben.
Beispiele:
1. Große Uhren.
2. Große Kalender.
3. Wegweiser und Türschilder.
Es würde Betroffene allerdings überfordern, wenn man ihnen ständig erklärt: „Heute ist Montag, der 12. November. Draußen ist es neblig. Du lebst hier in einem Pflegeheim.“ Dies hat beispielsweise Naomi Feil in ihrem Ansatz der Validation herausgearbeitet.

22. Validation

In der Validation geht es darum, die Welt des dementen Menschen wertzuschätzen und anzuerkennen.
Es gibt Validation nach Naomi Feil und Validation nach Nicole Richard.
Betroffene werden nicht in unsere Realität zurück gezogen. Vielmehr lässt man sich als Betreuender auf deren Welt ein. Man spiegelt beispielsweise die Gefühle der dementen Menschen. So fühlen sie sich ernst genommen. Mehr über Validation nach Naomi Feil. Und hier: 16 Validation Übungsbeispiele.

23. Die Person ins Zentrum

Der englische Sozialpsychologe hat sich damit verdient gemacht: Tom Kitwood hat die Person ins Zentrum der Pflege gerückt. Was ist damit gemeint? Ich erwähne hier einige Aspekte, die in meinen anderen erwähnten 50+ Punkten über den Umgang mit Demenz nicht so stark vorkommen:

  • „Verhandeln und aushandeln“ bedeutet den Willen meines Gegenübers zu akzeptieren. Beispielsweise, wenn er sich nicht waschen (lassen) möchte. Jedenalls so lange er sich damit nicht selbst gefährdet.
  • „Zwecklosigkeit und Spiel“ kann zum Beispiel heißen, mich einfach so mal zu meinem Gegenüber zu setzen. Ohne was zu wollen. Und dann zu schauen was passiert. Und entspannt darauf zu reagieren. So zeige ich dem anderen, dass ich gerne bei ihm bin.
  • „Geben“: Niemand will nur nehmen. Jeder möchte auch gern etwas geben. Gib deinem Gegenüber die Möglichkeit, dir etwas zurückzugeben. Freue dich über das zerfledderte Pfefferminzbonbon, das er dir schenkt. Nicht weil es so wertvoll ist. Sondern, weil es von Herzen kommt.

Siehe auch: Personenzentrierte Pflege nach Tom Kitwood.

Umgang mit Demenz: Tom Kitwoods personenzentrierte Pflege greift 5 psychologische Grundbedürfnisse auf, vergleichbar mit einer Blume mit 5 Blütenblättern: In der Mitte die Liebe und Wertschätzung. Darum herum die 5 Blätter: 1. Bindung, 2. Trost, 3. Identität, 4. Tätigkeit und Arbeit (Beschäftigung) – und 5.Einbeziehung in soziale Gruppen.

24. Bewegungsübungen, Physiotherapie & Gymnastik

Wer sich bewegt, beugt Demenz vor oder verlangsamt ihren Verlauf. Physiotherapie kann zudem dabei helfen, Alltagsaufgaben besser zu bewältigen. Zum Beispiel, indem man übt, schneller und richtiger zu reagieren. Durch einen verbesserten Gleichgewichtssinn kann man Stürze verhindern. Natürlich fühlt man sich durch Sport und Physiotherapie auch wohler. Dadurch können Menschen mit Demenz entspannter werden. Vielleicht haben sie sogar weniger Angst, schlafen besser und sind fröhlicher. Zur körperlichen Aktivierung gehören auch Spaziergänge, Gehübungen, Gymnastik, Kräftigungs- und Konditionstraining.

25. Logopädie

In frühen Phasen einer Demenz kann Logopädie helfen, leichter zu kommunizieren, sich leichter zu orientieren und sich besser zu erinnern. Bei einer fortgeschrittenen Demenz kann sie dazu beitragen, dass Speisereste nicht in der Luftröhre landen. Und damit eine Lungenentzündung verhindern. Auch zu Sprache und Kommunikation kann Logopädie natürlich einen wertvollen Beitrag leisten Logopädin Janka Muising etwa berichtet davon, wie sie mit Patienten ein „Vokabelheft der verlorenen Worte“ geführt hat. Der dbl (Deutscher Berufs- und Fachverband Logopädie) erläutert auf seiner Seite ebenfalls die therapeutischen Möglichkeiten aus logopädischer Sicht. Auch hier stehen die sprachlich-kommunikativen Fähigkeiten, sowie Nahrungsaufnahme und Schlucken im Vordergrund.

26. Ergotherapie

Ergotherapie fördert oder erhält Fähigkeiten wie Kochen, Ankleiden oder Körperpflege. Die Ergotherapeuten erweitern die Handlungsfähigkeit von Menschen („ergein“, gr. bedeutet „handeln“). Bei einer Demenz sucht die Ergotherapie in der Biographie des Betroffenen:

  • Was hat diese Person gern gemacht?
  • Was an dieser Tätigkeiten kann sie noch weiter ausführen?
  • Wie kann ich sie unterstützen oder fördern?
Beispiele für Ergotherapie (klick hier, dann erfährst du mehr!)
  • Es ist nicht mehr möglich, einen Garten zu bewirtschaften. Aber ein Hochbeet kann noch viel Freude machen.
  • Am Auto schrauben überfordert. Aber es ist noch möglich, mit Schrauben und Muttern zusammenzuschrauben.
  • Es ist zu gefährlich, den alten Bauern mit dem großen Traktor arbeiten zu lassen. Aber eine Runde mit dem Aufsitzmäher durch den Garten zu fahren, kann gefördert werden.

Bei einer beginnenden Demenz optimiert die Ergotherapie Handlungsabläufe oder übt Alternativen. Im weiteren Krankheitsverlauf stehen die Körperwahrnehmung und die Bewegung im Vordergrund.

27. Gedächtnistraining

Wenn man das Gehirn von Menschen mit Demenz stimuliert, schafft das positive Veränderungen im Gehirn. Demenzen schreiten auch langsamer fort, wenn man das Gedächtnis trainiert. Neben Training am Bildschirm gibt es auch klassisches Gedächtnistraining:

  • Sprache: Sprichwörter ergänzen, Worte in Gruppen sortieren, Begriffe ordnen, Reihenfolgen erkennen, Märchen / Geschichten erraten, Vorlesen, rückwärts lesen, Geschichten hören, Ein Wort mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben finden.
  • Ordnen & Erkennen: Farben von Gegenständen zuordnen. Benennen, was auf einem Bild zu sehen ist. Puzzles.
  • Zahlen: Rechenaufgaben, Zahlenreihe merken, Zahlenreihe vervollständigen, Auf einem Blatt Kreise oder Punkte oder kleine Sticker zählen, Bingo.

Schon wenige Minuten pro Tag helfen. Dafür aber regelmäßig…

28. Verhaltenstherapie

Diese Therapie setzt positive Anreize, um das Verhalten zu verändern. Verhaltenstherapie bei Demenz will zu Beginn der Krankheit dabei helfen,…
1. die Diagnose zu akzeptieren.
2. sich auf einen Alltag mit eingeschränkten geistigen Fähigkeiten vorzubereiten.
2. Zusatzsymptome wie Depression oder Angst verringern.

Verhaltenstherapie ist auch dann sinnvoll, wenn das Verhalten von Menschen mit Demenz für Dritte sehr störend oder belastend ist. In späteren Demenzverlauf geht es vor allem um die Anleitung der Angehörigen. Durch Verhaltenstherapie lernen sie beispielsweise, wie sie selbstständiges Verhalten bei der Nahrungsaufnahme oder der Körperpflege fördern.

29. Psychotherapie

Was? Psychotherapie bei Demenz?
Macht das Sinn?
In den nächsten Tagen habe ich ein Interview mit einer Psychotherapeutin, die sich darauf spezialisiert hat.
Ich werde dann an dieser Stelle berichten.

Kreative Wege zum Umgang mit Demenz

Malen, ordnen – und alle Sinne nutzen. Umgang mit Demenz kann kreativ sein. Zwar kann man viele bewusst als Therapie einsetzen. Aber auch mitten im Alltag kann man ganz schlicht Menschen mit Demenz abholen.

30. In der Erde buddeln

Für viele Menschen ist der Garten ihre wahre Heimat. Sie haben ihn früher gepflegt. Und viele Stunden dort verbracht. Gießen, jäten und ernten sind typische Tätigkeiten, die Erinnerungen und schöne Gefühle wecken können. Gartentherapie kann den Abbau kognitiver Leistungsfähigkeit verzögern und die allgemeine Aufmersamkeit verbessern. Arbeit im Garten kann auch beruhigen. In dem Pflegeheim, in dem ich arbeite, gibt es ein Gartenprojekt. Senioren buddeln in der Erde, pflanzen und ernten. Und nach der Ernte machen sie das geerntete Obst und Gemüse haltbar.

31. Kunst und Malen tut gut

Ich habe einmal mit einer Gruppe Senioren mit Demenz Bilder gemalt. Und danach haben wir sie aufgehängt. Was mich erstaunt hat: Wenn ich an einem der folgenden Tage mit einem der Betroffenen zu der Bilderwand gegangen bin, sind die Meisten gezielt auf ihr eigenes Bild zugegangen. Der künstlerische Ausdruck schien etwas in ihnen zu wecken.

Kunsttherapie (klick hier, dann erfährst du mehr!)

Kunsttherapeuten begleiten das (gemeinsame) Schaffen und gestalten den künstlerischen Prozess.
Dabei ist Kunsttherapie mehr als ein reines Beschäftigungsangebot ohne therapeutische Leitung.
Bei der Kunsttherapie soll fachkundig auf die individuellen Bedürfnisse der Demenzkranken eingegangen werden.

Es kommt beim Schaffen nicht auf Begabung oder Vorerfahrungen an.
Es soll kein Leistungsdruck entstehen.
Das kreative Schaffen steht im Vordergrund.
Hier kann ohne Worte etwas ausgedrückt werden.
Daher ist die Kunsttherapie auch noch für fortgeschrittene Demenzphasen geeignet.

Weitere Sinnesreize können dabei noch gegeben werden, um den kreativen Prozess zu unterstützen:
Beispiele wären Musik oder Düfte.

Maltherapie (klick hier, dann erfährst du mehr!)

Die Maltherapie ist ein Teil der Kunsttherapie.
Vieles kann man über beide Therapieformen sagen.
Menschen mit Demenz werden hier aktiv und gestalten:
Bilder, Zeichnungen, Collagen, Statuen oder Figuren…
Materialien: Leinwand, Papier, Farben, Pappmaché, Ton, Holz…
Diese Kunstform kann die Kommunikation auch ohne Worte anregen.
Es kann Erinnerungen wecken.
Man ist beschäftigt und macht sich, zumindest wenn beim Malen eine Art Flow entsteht, keine Sorgen.
Malen entspannt und kann verloren gegangene Fähigkeiten wieder herstellen.
Das gemeinsame Schaffen in der Gruppe schafft Begegnungen, Gespräche und Bestätigung durch andere.

Der Demenz Podcast widmet dem Thema Kunst übrigens zwei Folgen:
Folge 24 und Folge 25.

Uli Zeller, hat viele Demenz Podcast zum Umgang mit Demenz gehört und schreibt hier darüber. Sie sollen helfen beim Umgang mit Demenz.
Uli Zeller, Autor dieses Artikels: Der Ungang mit Demenz wird mit den entsprechenden Tönen leichter…

32. Etwas für die Ohren

Es gibt viele Möglichkeiten, den Hörsinn zu stimulieren. Und dadurch Menschen anzuregen oder zu beruhigen. Ich denke an Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenz, deren Bett ins Zentrum der Wohnung gebracht wird – in die Nähe der Küche. Das Geklapper von Geschirr, das Blubbern von Wasser und das Zischen eines Kochtopfs macht sie nicht nervös. Nein, ganz im Gegenteil: Alltagsgeräusche wirken oft beruhigend. Vorsicht: Zu laute Radiosender oder ein Fernsehprogramm, das dein Gegenüber nicht gewöhnt ist, kann ihn überfordern. Übrigens: Sehr schöne Geräusche, die du auch bei Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenz einsetzen kannst, findest du bei Herzton. Themen: Jahreszeiten und Feste, Kinder, Reisen und Heimat, Berufe, Tiere, Dialekte – sowie 15 Minuten Hören & Erleben.

Meine persönliche Erfahrung mit „Herzton“ (klick hier, dann erfährst du mehr!)

Bei einer Gruppe Senioren habe ich die „Dialekte“ ausprobiert, die es bei Herzton gibt.
Ich spielte „Alemannisch“ vor, den Dialekt meiner Heimat.
Ein Bewohner, der eigentlich nur passiv dabei sitzt und selten etwas sagt, schüttelte den Kopf.
Er sagte:
„So schwätzt mer be üs it.“
(So spricht man bei uns nicht.)
Hintergrund ist, dass der Dialekt bei uns eine etwas andere Färbung hat.
Ich habe das zunächst als negative Äußerung aufgefasst.
Dann habe ich es der Tochter erzählt.
Sie hat sich richtig darüber gefreut und gesagt:
„Schön, dass er am Leben teilnimmt.“
Auch sonst kommen die Dialekte von Herzton gut an.
Einzelpersonen fühlen sich wertgeschätzt, weil man auf ihre Heimat eingeht.
In Gruppen mit Menschen verschiedener Dialekte macht es natürlich auch Spaß.

33. Etwas für die Nase

Ein guter Anknüpfungspunkt bietet der Geruchssinn. Gerüche sind eng mit dem Gedächtnis verknüpft. Sie wecken Erinnerungen an früher. Im Positiven wie im Negativen. Vielleicht fällt dir ein Geruch ein, der dein Gegenüber positiv stimuliert. Ihn ruhig macht, wenn er angetrieben ist. Oder anregt, wenn er traurig ist. Einer begeisterten Hobbybäckerin könnte der Duft von frisch gebackenem Kuchen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Vielleicht leuchten die Augen einer ehemaligen Friseurin, wenn sie nasse Haare riecht. Ein Förster entspannt vielleicht beim Duft eines Tannenzweigs.“

Persönliche Geschichte: Bauer Franz hat auf einen Geruch besonders reagiert… (klick hier, dann erfährst du mehr!)

Eine Geschichte aus einem meiner Newsletter. In meinen E-Mails versuche ich viel, mit Geschichten zu erklären, so wie hier zum Thema Geruch:

„Franz war früher Landwirt. Dann zog er in ein Pflegeheim.
Der demente Mann war immer auf den Beinen.
Rastlos eilte er den Flur hinauf und hinunter.
Wie wenn er etwas suchen würde.

Eines Tages machte eine Betreuerin einen Ausflug.
Sie ging mit Franz auf einen Bauernhof.
Als er vor dem Stall stand, wurde Franz ganz bedächtig.
Er stand da.
In sich gekehrt.
Zufrieden.
Er beobachtete.
Da hatte die Betreuerin eine Idee.
Eine Idee, die ihre Wirkung zeigte.
Aber auch eine Idee, die nicht alle im Pflegeheim begeisterte.

Du ahnst es schon.
Sie fragte den Bauern:
„Könnte ich vielleicht einen Eimer Mist bekommen.“
Der Mist wurde zur Aromatherapie für jenen Landwirt.
Wenn er den Mist roch, wurde er tatsächlich ruhig.
Und lächelte.

Wie gesagt:
Franz schien etwas zu suchen.
Das ist in der mittleren Phase der Demenz häufig so.
Es ist, wie wenn jemand sich selbst suchen würde.
Im gepflegten Zimmer des Heims hat ihm etwas gefehlt.
Der Geruch nach Mist hat ihm das zurück gegeben.

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Oma ist dement – aber nicht doof!

34. Etwas für die Augen

Manchmal kann es Menschen beruhigen – oder auch beschäftigen – wenn sie etwas zu Schauen haben. Wir hatten einmal in der Straße gegenüber von unserem Pflegeheim eine Großbaustelle. An einem Tag habe ich viele unserer männlichen Bewohner (und auch ein paar Frauen) zur Baustelle begleitet. Sie sind dort gesessen. Haben beobachtet. Zum Teil gefachsimpelt.
Zugegeben: Sie haben nicht nur gesehen, sondern auch über andere Sinne Impulse erhalten: den Lärm gehört und das Rütteln der Baufahrzeuge gespürt.

Falls du etwas suchst, das du drinnen machen kannst, empfehle ich hier ein Buch:„Morgens, mittags, abends… – Ein Bilder-Buch für die Biographiearbeit.“

Das habe ich mit dem Buch „Morgens, mittags, abends“ erlebt (klick hier, dann erfährst du mehr!)

Meine Oma Lina hat die Menschen gerne eingeordnet.
„Diese ist eine Dame, jene eine Frau.“
Im Pflegeheim fiel mir das wieder ein.
Zwei schütteln da den Kopf übereinander.

Die feine Dame im schönen Kleid.
Ihr Sohn Akademiker.
Gegenüber die Frau mit osteuropäischem Akzent.
Ihre Tochter:
Reinigungskraft.

Die Dame:
im Kleid.
Strahlende Farben.

Die Frau:
in der Kittelschürze.
Abgewaschen.

Eine vornehm und edel.
Die andere abgearbeitet.

Beide sitzen an einem Tisch.
Ich ziehe das Buch heraus:
„Morgens, mittags, abends…“

Blättere auf.
Eine Szene in der Waschküche.
Die Dame erzählt.
Die Frau erzählt.
Abwechselnd.
Dann reden wieder beide gleichzeitig.

Es sind verschiedene Welten.
Die Dame hatte früher andere, die für sie gewaschen haben.
Die Frau hat für andere gewaschen.
Doch jetzt.
Vor dem Buch.
Beide schauen die Bilder an.
Sind friedlich.
Erzählen.

Ein Lichtblick für den Mittag.
Mitten in der Waschküche.
Am Waschtrog vereint.

35. Etwas zum Schmecken

Kochen, den Tisch decken, essen. Eine Mahlzeit zu sich nehmen ist viel mehr als Nahrungsaufnahme. Es ist Ritual, kann zelebriert werden. Im Alter werden oft nicht mehr alle Geschmacksrichtungen gleich gut wahrgenommen. Süß mögen aber viele. Auch im Alter noch.

36. Die Welt spüren

Manches in einer Demenz lässt sich so erklären: Der Betroffene will zusätzliche Fühl-Impulse. Beispiel: Jemand zieht seine Schuhe und Socken am Tisch aus. Vielleicht um den kühlen Boden zu spüren. Dinge zum Fühlen können bewusst in die Hand gegeben werden: Gegenstände, die in der Hand hin und her gewogen werden. Entweder Dinge, die sich gut anfühlen – ein Handschmeichler zum Beispiel. Oder einen Igelball. Oder auch Gegenstände, die die Menschen von früher kennen. Herr Kleinknecht hatte viel Freude daran, den ganzen Tag lang Schrauben und Schraubenmuttern zu sortieren. Frau Grünhans kannst du auch eine Damenhandtasche hinstellen. Bei Frauen habe so schon stundenlanges zufriedenes Kruschteln erlebt. Nesteldecken kannst du bei fortgeschrittener Demenz einsetzen. Menschen, die ihre Lebenszeit aufgrund der forgeschrittenen Pflegebedürftigkeit vorwiegend auf einer Wechseldruckmatraze im Bett verbringen, können dabei ihr Gefühl für den Körper verlieren. Ihnen tut ein Massage gut.

Bei einem Mann hat das Umfeld den Umgang mit Demenz herausfordernd erlebt. Beim Fühlen, Sortieren und Ordnen wurde der Mann ruhig.

37. Tanze der Demenz davon

In den eben genannten Punkten ging es um die Sinne des Menschen. Beim Tanzen werden gleich mehrere Sinne stimuliert: Hören, sehen, fühlen, riechen.
Herr Kleinknecht lebte im Pflegeheim. Eher zurückgezogen. Doch wenn seine Frau kam und Rock `n Roll auflegte, dann blühte er auf. Und ich erkannte ihn nicht wieder…
Forscher haben nachgewiesen: Menschen mit leichten kognitiven Störungen absolvierten ein Tanztraining. Es dauerte 6 Monate und fand zweimal pro Woche für jeweils 90 Minuten statt. Und zeigte eine Besserung. Die Ärztezeitung stellte bereits viele Jahre zuvor fest: „Tanzen bannt Demenz-Gefahr.“
Der Tausendfüßler-Club Baden und Rheinland-Pfalz hat das Buch „Tanzen mit Demenz“ herausgebracht. Und kommt zum Fazit: Tanzen mit Menschen mit Demenz ist einfach umsetzbar. Es wirkt physisch und psychisch positiv auf die Teilnehmenden und auf deren Umgebung.

38. So ein Theater

Was? Menschen mit Demenz sollen auf die Bühne? Nicht vorstellbar. Doch! Die Beobachtung eines Theaterprojektes brachte dabei unter anderem folgende Ergebnisse:

– Theaterarbeit kann Selbstwertgefühl und Wohlbefinden stärken.

– Theater ist für Akteure und Zuschauer aktivierend.

– Allerdings ist Theaterarbeit nicht für alle Menschen mit Demenz sinnvoll.

Siehe Seite 57 im Praxisbuch „Theatertechniken für Menschen mit Demenz“ von Jessica Höhn, Erpho Bell und Michael Ganß.

So habe ich „Theater“ im Pflegeheim erlebt (klick hier, dann erfährst du mehr!)

Das Ganze muss nicht auf der Bühne statt finden, man muss es nicht mal Therapie nennen.
Es geht auch niedrigschwelliger im Alltag:
Meine Kollegin Hanni hat sich von diesem Buch in der Betreuung im Pflegeheim inspirieren lassen.
Und eine einfache Idee mitten im Alltag umgesetzt.

Sie berichtet:
Ich wollte Theaterelemente in der Betreuung einsetzen.
Spontan, und ohne viel zu üben.
Dann habe ich zwei Telefone mit in den Wohnbereich genommen.
Und mit den Bewohnern „telefoniert“.
Dazu hatte ich ein Telefon in der Hand, mein Gegenüber das andere Telefon.

Beispielsthemen könnten sein (habe ich hier verfremdet):

– Wo gehts denn hier zum Bahnhof? (mit der ehemaligen Taxifahrerin)

– Ich möchte ein Auto kaufen. Haben Sie eines? (mit dem früheren Autoverkäufer)

– Wie baut man eigentlich Kartoffeln an? (mit der ehemaligen Bäuerin).

Die Bewohnerinnen sind ins Erzählen gekommen und haben dabei Zeit und Raum vergessen.

Die Rückmeldungen der Bewohner danach:
– „Wir hatten so viel zu lachen.“

– „Das hat schöne Erinnerungen geweckt.“

– „Das machen wir bald mal wieder.“

Meine Kollegin hatte nur einen Verbesserungsvorschlag fürs nächste Mal zu den Requisiten:
Sie möchte noch alte Telefone mit Kabel besorgen.
Keine modernen Diensthandys.

39. Tiere machen alles leichter

Therapie ist mit vielen Tieren möglich. Alleine in dem Buch „Tiere, mit denen wir lebten: Tiergestützte Biografiearbeit mit Demenzkranken“ von Mandy Giruc ist die Rede von folgenden Tierarten: Hühner, Ziege, Schafe, Schweine, Kaninchen, Pferde und Katzen.
Halt, habe ich da nicht ein Tier vergessen? Natürlich: Der Hund. Ich greife ihn als Beispiel hier gleich heraus. Er habe einen hohen „Aufforderungscharakter“, so die Autorin. Das motiviert Menschen mit Demenz, aktiv mitzumachen.

Ein tolles Beispiel ist die Protective Care Unit am Sana Klinikum Berlin-Lichtenberg. Eine Station im Krankenhaus, in der Menschen mit Demenz im Mittelpunkt stehen. Sie kommen wegen anderer Krankheiten in die Klinik. Als Menschen mit Demenz werden sie aber in einem besonderen Bereich wahr- und ernstgenommen. Auf der Internetseite werden natürlich die behandelnden Ärzte genannt. Zuoberst Chefarzt Dr. Eric Hilf. Aber dann folgt auch bald der Therapiehund Lewis Oskar…

40. Geschichten für Menschen mit Demenz

Du bist hier auf der Seite eines Autors gelandet. Ich schreibe Vorlesebücher für Menschen mit Demenz. Geschichten helfen mit Worten aus. Sie geben gute Anregungen. Und tun der Seele gut. Mehr darüber findest du hier: Kurzgeschichte für Demenzkranke.

Applaus für Doktor Klaus - und weitere meine Bücher hier in diesem Beitrag


In meinem Sammelband „Applaus für Doktor Klaus“ findest du verschiedene Geschichten, die du je nach Bedarf anpassen kannst:
– Lustige Geschichten
– Reisegeschichten
– Winter-, Advents- und Weihnachtsgeschichten.
– Andachten.
– Tiergeschichten.
– Geschichten rund um Dankbarkeit und Zuversicht.
– Geschichten, um zur Ruhe zu kommen.
– Reimgeschichten.
– Geschichten zu Sprüchen und Redensarten.
Hier gehts zu meinem Buch
Applaus für Doktor Klaus.
Die besten Vorlesegeschichten
.“

41. Bewahre und schaffe Routinen

Es gibt Sicherheit, wenn man nicht jeden Tag neu erfinden muss. Sondern eingespielte Abläufe hat. Morgens die Spülmaschine ausräumen. Mittags Tücher zusammen legen. Und danach einen Spaziergang. Abends die Spülmaschine wieder einräumen. Dazwischen strukturieren die Mahlzeiten den Tag.
Bei Arbeiten wie Geschirr spülen oder die Spülmaschine einräumen, kommt es nicht auf das Ergebnis an. Sondern auf das (gemeinsame) Tun, das sich sinnvoll anfühlt. Und wenn mein Gegenüber eine Stunde braucht, um die Spülmaschine einzuräumen? Und danach dennoch alles kreuz und quer in der Maschine liegt?
Dann warte ich, bis ich alleine in der Küche bin. In wenigen Minuten habe ich das Geschirr optimiert.
Auch die Alzheimer Forschung empfiehlt vertraute Abläufe mit sozialen Kontakten und Hobbys.
Aktivitäten, die Angst auslösen könnten, sollten langsam und behutsam vorbereitet werden.

42. Wage mal etwas ganz Neues

Autorin Susanne Ospelkaus hat einen wundervollen Roman geschrieben, in dem es auch um Demenz geht: Die Gewandnadel.
Sie persönlich hat dramatische Verlusterfahrungen gemacht. Unter anderem ist ihr Mann verstorben, als ihre zwei Kinder noch klein waren. Auch darüber hat sie das Buch geschrieben „Meine Reise durch das Trauerland“.
Darin kommt sie unter anderem auf die Idee: Wenn sich alles um mich herum verändert, warum soll ich mich nicht auch verändern. Und sie fängt an zu schreiben.
Dies will ich als Idee für Angehörige von Menschen mit Demenz weitergeben: Warum nicht etwas Neues anfangen Ein Angehöriger kann ein neues Hobby beginnen.
Und auch ein dementer Mensch kann eine Beschäftigung entdeckten, die er bisher noch nicht kannte. Hier findest du 158+ Beispiele für Beschäftigung für Demenzkranke. Weitere 50 Ideen als Beschäftigung für demenzkranke Männer.

P.S.: Susanne und ich haben gemeinsam im Hospiz Horizont in Singen aus unseren Büchern vorgelesen.
Die schweren Themen Demenz und Trauer sind die Themen, die uns verbinden.

Wie kann ich Demenz vorbeugen und verlangsamen?

Es gibt 14 Risikofaktoren. Diese begünstigen eine Demenz. Die meisten davon kann ich beeinflussen.
Das heißt: Vermeide diese Faktoren. Dann sinkt dein Risiko, dement zu werden.
Und wenn jemand bereits dement ist? Dann lohnt es sich ebenfalls, auf diese Faktoren zu achten. Denn dadurch schreitet die Demenz langsamer voran.

Die 14 Risikofaktoren: Geringe Bildung, Eingeschränkte Hörfähigkeit, Hoher Cholesterinspiegel, Depressionen, Kopfverletzungen, Bewegungsmangel, Diabetes Typ 2, Rauchen, Bluthochdruck, Starkes Übergewicht, Übermäßiger, Alkoholkonsum, Soziale Isolation und Einsamkeit, Luftverschmutzung, Nachlassendes Sehvermögen.

Mediziner nennen häufig zwei Faktoren als erste. Und zwar: Bewegungsmangel und soziale Isolation und Einsamkeit. Diese beiden Faktoren sind meines Wissens die mächtigsten Hebel, um einer Demenz vorzubeugen und eine Demenz zu verlangsamen. Willst du also eine Demenz verlangsamen oder die Symptome lindern, hast du folgende Ansätze, die ich zum Schluss dieses Beitrags nochmal aufzähle:

43. Körperliche Bewegung

Wie wäre es mit einem Spaziergang und Gymnastikübungen mit deinem Angehörigen? Alternativ kannst du Aktivitäten in den Alltag einbauen, bei denen man sich bewegen muss: Dinge gemeinsam reparieren, leichte Gartenarbeit – oder etwas in der Küche gemeinsam kochen. Du kannst auch die Arme und Beine deines im Bett liegenden Angehörigen passiv durchbewegen.

44. Soziale Kontakte

Vielleicht findest du in deiner Nähe ein Demenzcafé, in dem Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen einander begegnen. Neben anderen Angeboten für Menschen mit Demenz kannst du auch ganz „normale“ Kontakte nutzen. Lade die Nachbarn zum Café ein. Oder eine Familie mit Kindern aus der Verwandtschaft. Erkläre ihnen vorher, dass dein Angehöriger von einer Demenz betroffen ist. Und dass dann manche Dinge anders sein können als bei Begegnungen mit anderen Menschen. Zum Beispiel Essgewohnheiten – oder so manche Äußerungen.

Ein Fahrrad als Symbol für  besseren Umgang mit Demenz - und Bewegung beim Leben mit Demenz.
Vielleicht ist Fahrradfahren nicht mehr möglich und das Fahrrad schon verrostet. Aber schon leichte Bewegungsübungen helfen zu einem besseren Umgang mit Demenz.

45. An die frische Luft gehen

Wenn man Menschen über 100 Jahre fragt „Wie wird man alt?“, nennen sie oft eine Sache. Das haben sie immer wieder gemacht: Sie waren viel an der frischen Luft. Frische Landluft erhöht das Wohlbefinden. Und die Luftverschmutzung zählt zu den Demenz-Risikofaktoren.

46. Eine Depression behandeln lassen

Auch ein trauriger Blick auf die Welt kann die Symptome einer Demenz verstärken oder deren Verlauf beschleunigen. Daher: Gehe mit deinem Angehörigen zum Arzt. Lasse die Depression behandeln. Medikamente können helfen. Und Psychotherapie kann auch bei Demenz noch Sinn machen. Unterstützend helfen viele Maßnahmen, die gegen Demenz helfen auch gegen eine Depression (sich an der frischen Luft bewegen, soziale Kontakte pflegen, feste Tagesstruktur).

47. Schwankenden Blutzuckerspiegel einstellen

Hier können Medikamente als Tabletten oder Spritzen helfen, ebenfalls regelmäßige Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten. Sowie die regelmäßige Dokumention des Blutzuckerspiegels. Wenn Menschen mit Demenz noch zuhause leben, kann ein ambulanter Pflegedienst die Beobachtung des Blutzuckerspiegels übernehmen.

48. Mit Rauchen aufhören (oder weniger rauchen)

Hier braucht man nicht viel zu sagen – außer dass es natürlich schwer ist. Ich habe schon erlebt, dass es Menschen mit Demenz helfen kann, wenn man ihren Tabakkonsum einteilt: Eine Zigarette nach jeder Mahlzeit. Das wäre bei den meisten Rauchern schonmal viel weniger Nikotin. Auch erinnere ich mich an mehrere Senioren mit Demenz, die irgendwann vergessen haben, dass sie Raucher waren…

49. Normaler Blutdruck

Auch hier kann einerseits Bewegung helfen, um den Blutdruck zu verbessern. Und andererseits eine mediterrane Ernährung. Beispiele sind Fisch und Olivenöl, sowie täglich Gemüse und Obst. Darüber hinaus gibt es auch Medikamente, die der Arzt verschreiben kann, um den Blutdruck in gesunden Grenzen zu halten. Diese Maßnahme wirkt sich übrigens auch positiv auf den Blutdruck aus:

50. Starkes Übergewicht reduzieren

Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, das Gewicht zu reduzieren. Das ist auch im Alter noch möglich. Und längere Pausen zwischen den Mahlzeiten unterstützen den Fettabbau. Und eine weitere Maßnahme hilft auch dabei, abzunehmen:

51. Nicht übermäßig Alkohol trinken

Wenn der Körper damit beschäftigt ist, Alkohol abzubauen, kann er in dieser Zeit viele andere Dinge nicht machen: Das Essen wird langsamer verarbeitet. Der Schlaf ist weniger erholsam. Und auch der Blutzuckerspiegel kann durcheinanderkommen. Weniger oder kein Alkohol kann schon viele Probleme reduzieren oder gar lösen.

52. Geeignete Sehhilfen tragen

Wenn jemand schlecht sieht, kann sich das auf seine geistige Leistung auswirken. Eine passende Brille kann so dazu beitragen, dass sich die Symptome einer Demenz langsamer verstärken.

53. Hörhilfen benutzen

Ähnlich ist es mit dem Hören. Ich habe von einer Frau vom Land gehört, die dachte: Nein, ich kann noch gut hören. Ich brauche kein Hörsystem. Und als sie dann probeweise ein Hörgerät hatte, sagte sie: „Ach, ich dachte die Amseln seien ausgestorben. Und jetzt plötzlich höre ich die Amseln wieder.“ Besseres Hören kann eine demenzielle Entwicklung positiv beeinflussen.

Perfekt ist, wenn man Möglichkeiten findet, mehrere dieser Risikofaktoren gemeinsam anzugehen.
Ich kenne zum Beispiel einen Mann, der gerne schwimmen geht.
Er zählt danach die geschwommenen Längen.
Dann rechnet er die zurückgelegten Kilometer aus.
Auf einer Landkarte steckt er dann die geschwommene Strecke ab.
So kann er sagen:
„Ich schwimme der Donau entlang.
Gerade bin ich kurz vor dem Schwarzen Meer.“

Und die Krönung:
Dann geht er noch in die Stadtbücherei.
Leiht sich Bücher über die jeweilige Region aus.
Und liest nach, wie es dort ist, wo er gerade wäre.

Anderes Beispiel:
Demenz-Expertin Dr. Sarah Straub hat in ihrem Buch „Lebensmut trotz(t) Demenz“ ermutigende Geschichten von Betroffenen gesammelt.

Sie erzählt von Volkmar (S. 25), der eine Alzheimer-Demenz hat.
Er hat seine Ernährung auf mediterrane Kost umgestellt.
Er macht Sport- und Hirnleistungstraining.
Und setzt auf soziale Kontakte.
Beispiele dafür: Er engagiert sich ehrenamtlich, ist offiziell ernannter Hospizbetreuer in seiner Wohnanlage, verbringt viel Zeit im Kulturbahnhof, unterstützt seine Nachbarn und hält Vorträge über seine Erkrankung.
Er zeigt eindrucksvoll, so die Autorin, wie man entschlossen und aktiv einer Demenz entgegentreten kann.
Und dennoch glücklich sein kann.

Du siehst, es geht nicht darum, Punkte auf einer Liste abzuarbeiten.

Sondern den Hebel zu finden, der am besten passt.
Vielleicht noch kombiniert mit ein, zwei weiteren Methoden.
Und dann am Schluss einen Weg zu finden, der möglich ist.
Und das Leben schöner macht.

Lass uns Omas Augen zum Leuchten bringen.

Dein Uli

Diese Artikel verhelfen dir zu einem noch besseren Umgang mit Demenz

Leben mit Demenz: Erkenntnisse aus 100+ Zeitungsartikeln über Alzheimer & Co.
Demenz Podcast: 17 Podcasts mit 500+ Folgen – suche aus.
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Sprüche über das Alter: 500+ Zitate („Der 2. Frühling kommt mit den 3. Zähnen.“)
Geschichten: Wie eine 90-Jährige 60 Jahre jünger wurde.
Meine Bücher: 500+ Geschichten & Ideen für Menschen mit und ohne Demenz.
Demenz Weihnachten: Feiert Oma zuhause oder im Pflegeheim?
Gastbeitrag bei Peggy Elfmann: Was ich von Menschen mit Demenz gelernt habe.

Uli Zeller liest eine Kurzgeschichte für Demenzkranke vor.
Über den Autor: Uli Zeller

(Der "BestZeller")

  • meine Bücher, mein Blog und meine E-Mails sollen Menschen mit Demenz und Angehörigen helfen, besser mit ihrer Situation umzugehen.
  • Papa von 2 tollen Mädels und verheiratet mit einer genialen Frau.
  • arbeitet seit 2008 im gleichen Pflegeheim.
  • ist Seelsorger, Autor und Krankenpfleger. 
  • schreibt auch als Reporter für den SÜDKURIER über Lokales.
  • hat 9 Hühner und 2 Gockel im Garten.

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  • Sehr umfassender und gut geschriebener Artikel.
    Das Thema «Umgang mit Demenz» wird von allen Seiten behandelt.

    Bei dieser Informationsfülle fände ich ein Inhaltsverzeichnis hilfreich.

    Sportliche Grüsse
    Markus

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